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Hollinek Mag. Richard

Hollinek Mag. Richard

  • AT, Purkersdorf
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28. Jul 2015 728

Technik freigeben?

Immer mehr internationale Veranstalter geben in der „offenen“ Klasse alle Navigationshilfen frei. Auch GPS, Smartphones und Tablets. Erlaubt ist was gefällt.

Die einen finden das pervers, die anderen großartig, wieder andere meinen, das alles funktioniert ohnehin nicht. Trotzdem erfreut sich die Sanduhrklasse keiner großen Beliebtheit.

Ich hebe mich ein wenig umgehört aber auch umgesehen, was es da so alles gibt:

• Schnittrechner die mit dem Tripmaster verbunden sind und den Schnitt auf Knopfdruck sich auf das Roadbook kalibrieren. Auch mit kabelloser Bluetoothverbindung. So etwas ist beinahe schon Standard.

• Tripmaster mit GPS-Sensoren und Mehrfachsensoren mit oder ohne Kartenhinterlegung.

• Tripmaster die den Impuls über das ABS-Signal beziehen (Es gibt bereits Oldtimer mit ABS).

• Zahlreiche Apps für Smartphones mit Tripmastern, Schnittrechnern und sonstigem.

• Radkastenkameras für Schlauchprüfungen.

• Reifendrucksensoren die erkennen, dass man über einen Schlauch gefahren ist und die Uhr auslösen.

• Photovoltaikstreifen die beim Durchfahren des Lichtschranken die Uhr von selbst auslösen.

• Reifendrucksensoren um die Kalibrierung anzupassen zu können.

• etc. etc. etc

Das gute zum Schluss:

Ich habe von niemandem gehört, der mit solchen Geräten zum Seriensieger wurde.

Ich wünsche mir, dass die Veranstalter wieder auf eine OLDTIMER-gerechte Technik zurückkehren: Mechanische Uhren und Tabellen, ehrliche Lichtschrankenmessungen (Eine Handstoppung ohne Lichtschranken ist genauer als eine GPS-Messung!) – auch wenn´s ein bisschen teurer wird.

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Kommentare

Karl
28. Jul 2015

Herr Hollinek - Sie sprechen mir aus der Seele!!!
Genau aus diesem Grund gibt es 2016 keine "SWT" (Details kann jede(r) Interessierte unser HP entnehmen)! Ich trage mich schon länger mit dem Gedanken, eine Regularity Rallye für Old- und Youngtimer durchzuführen, wo einzig ein Wegstreckenzähler und eine Funkuhr hilfreich sein können...sonst aber gar nix mehr! Ende Jänner 2017 ist es soweit.
mfG
Karl

roadstertouren
28. Jul 2015

Es ist schön, dass niemand mit all diesen Geräten zum Seriensieger wurde! Trotzdem wäre es schön, wenn es mehr Veranstaltungen gäbe, wo ein Wegstreckenzähler und Stoppuhren reichen.

Mit den Funk- bzw. GPS-Uhren beginnt für mich eigentlich schon das Problem. Funk oder GPS? Was ist, wenn dann irgendwo an der Strecke eine Uhr steht, die eine andere Zeit anzeigt? Sowas soll schon vorgekommen sein und in der Zwischenzeit weiß ich auch, dass mir diese Zeitanzeigen egal sein müssen.

eugen
28. Jul 2015

Interessant, was es da alles so an technischen Helfern und Möglichkeiten gibt. Am besten man fährt dann mit einem Neuwagen, wo man vielleicht den Tempomaten kalibrieren kann. Das könnte nochmal ein Stück helfen.

Aber ganz ehrlich, fängt das "aufrüsten" nicht schon beim Fahrzeug an? Während der eine seine Freude damit hat, die Rallye mit einem Fahrzeug zu bestreiten, welches eher ungeeignet ist, spielt bei den anderen die Eignung des Fahrzeugs schon mit eine Rolle bei der Fahrzeugwahl.

Und wem kann ich's verdenken, wenn in Hundertstel gemessen und gewertet wird, dass er probiert auch sein Ergebnis dort zu platzieren.

Warum in Hundertstel werten, und die Teilnehmer mit Uhren auf die Reise schicken, die nur "Minuten" messen?

Warum eine "Staatsmeisterschaft" abhalten, und dann über den Ehrgeiz der Teilnehmer monieren?

Warum ein Reglement, dessen Einhaltung man nicht ausreichend kontrollieren und somit nicht durchsetzen kann? Das wirft mitunter auch am ehrlichen Ergebnis Zweifel auf.

Und wenn ich dann noch lese, dass die Veranstalter-Hundertstel einer groben Messungenauigkeit unterliegen, wozu sind die dann gut? Warum dann nicht gleich in auf- bzw. abgerundeten Sekunden werten - das nimmt übertriebenem Ehrgeiz, schummeln und aufrüsten ein wenig den Sinn, und bringt vielleicht auch mehr Spass und Gelassenheit.

Viele Fragen, die sich mir als Rallye-Laien da so stellen. Vielleicht hat wer Antworten für mich.

;-) eugen

oldtimerschulung
28. Jul 2015

Eugen, du spricht mir aus der Seele. Irgendwie komme ich mir wie ein Zirkusaffe vor, wenn ich da vor Publikum eine Show um Hundertstel abziehe und die das ueberhaupt nicht verstehen.
Da gibt es Rallyes mit einem ganz kurzen Reglement, wo eine Messung auf Sekunden völlige genügt und alle haben Spass! Aber die Veranstalter bemühen sich, es den Teilnehmern so recht wie nur möglich zu machen und da der Mensch von Natur aus bequem ist, glaubt er das auch zu wollen. Doch das Ergebnis sind dann Staatsmeisterschaft segeln, die so manches Gesetzesbuch in den Schatten stellen und praktisch zwangsläufig zu Diskussionen bei den Siegerehrung engen führen KEEP THINGS SIMPLE!
LG, Gerhard

Karl
29. Jul 2015

Zitat Hr. Hollinek:"Ich habe von niemandem gehört, der mit solchen Geräten zum Seriensieger wurde."
Oh doch - in meiner aktiven Zeit als Teilnehmer und auch dann als Veranstalter gab es immer welche,die sehr wohl mit Hightech zu Seriensiegern wurden! Das ich keine Namen nenne versteht sich von selbst...! Ein namhafter Veranstalter erstellte darauf hin (wir damaligen Teilnehmer forderten das ein) eine Liste von "verbotenen" Geräten-und es wurden auch überraschende Kontrollen durchgeführt (z.B. in der SP)! Nur ist das mittlerweilen ja längst überholt! Es verhält sich eigentlich wie bei Dopingsündern...die sind auch immer einen Schritt weiter, als die Kontrollierenden!
Ich frage mich eigentlich nur schon sehr lange, warum solche Teilnehmer, die wissentlich "link" fahren, sich nicht einen schönen Pokal kaufen...das käme weit billiger, als eine Teilnahme an einer Veranstaltung...!
aber jeder wie er will!

mfG
Karl

CTK
29. Jul 2015

Es ist wie in vielen Bereichen auch in der Regularity Szene nicht anders, es gibt im Moment des Wettbewerbs natürlich auch die Bestrebung sich zu verbessern - liegt in der Natur der Dinge, ansonsten könnte ich mit meinem Fahrzeug ja einfach herumfahren und Freude ohne "Competition" haben - was klarerweise genauso gut ist, habe selbst nach Jahren auch in diese Fraktion gewechselt.
Ich möchte hier absolut keinerlei Kritik an den verschiedenen Methoden üben, es ist ganz klar dass immer der eine od. andere Teilnehmer "schlauer" ist, dagegen ist ja auch gar nichts einzuwenden. Eine Einschränkung der Technik halte ich nur bedingt für sinnvoll da meiner Meinung nicht effektiv kontrollierbar.
Nützt auch gar nichts, wenn es nur sichtbare Lichtschranken und Schläuche gibt "KÖNNTE" man ja auch trainieren und mit einer Regelmäßigkeit unter 0,15 Sekunden Abweichung passieren die schon beeindruckend ist (Hut ab vor dem Ehrgeiz der Fahrer! und das ist in keinster Weise zynisch gemeint - Training ist durch nichts zu ersetzen).
Kann ehrlicherweise auch keinen schlauen Vorschlag machen, ZK's eng zu setzen dass die Veranstaltung zum unkontrollierten Straßenrennen wird macht zwar kurzfristig vielleicht Spass und ist auch eine fahrerische Herausforderung, wenn ein Unfall passiert - und das ist nur eine Frage der Zeit - ist uns mit unserem Hobby aber sicher auch nicht geholfen.
Ich glaube dass es für diese Thematik keine allgemein gültige Lösung geben wird, da der Ehrgeiz jedes einzelnen Teilnehmers immer wieder neue Ideen hervorbringen wird und sei es alles bis zu Prefektion zu üben - machen Marcel Hirscher, Sebastian Vettel und Lionel Messi nicht anders.
Vielleicht ist es ja die Freude am Fahren, den Autos, den Kollegen aus der Szene und dem Wissen über die selbst erbrachte Leistung bei einer Rallye an die sich jeder später mal erinnert - und nicht ein (Plastik-)Pokal um € 12,5...

ajz
08. Aug 2015

Für einen Neueinsteiger (wie mich) wirkt das alles eher abschreckend und auch nicht ganz nachvollziehbar, wieso man alte Autos mit modernster Technik aufrüstet. Wenn ich da zum Teil von 1000stel Sek Messungen lese sind wir sowieso eher in einem Bereich, wo Glück eine erhebliche Rolle spielt (zur menschlichen Reaktionszeit kann ja jeder mal probieren: Http://www.grammiweb.de/javascript/scripte/java421.htm). Ich war mal bei einem Fahrtechnikkurs, da haben drei Teilnehmer einen Slalom zwei mal auf die Hunderstel genau absolviert (aber ohne Stoppuhr ...). Aber Hauptsache es macht Spaß und wer sich den Aufwand für ein Hobby antun will soll ruhig ;-)

OW-Racing
16. Aug 2015

Ich bin der Meinung das der einzug der neuen Technik nicht ins Historische Integriert werden soll! die Zeitgemäße ausrüstung der Fahrzeuge sollte Bleiben! Zeitmessung, Stoppuhren, Zeitvorgaben, JA damit nicht Hochgeschwindigkeitsrennen zu schweren Unfällen führen. Vielmehr sollten Fahrspaß Geschicklichkeit und liebe zur Historischen Technik bewertet werden, als die Kaufkraft und neue Technik die wir heutzutage als Standard erleben!

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